Unsere Wahrnehmung

Bewusste und unbewusste Wahrnehmung

Auch wenn die folgende Frage etwas provokativ klingt, so hat sie doch ihre Berechtigung:

Weiß der Mensch mehr als er denkt?

Im Mittelalter wurden hoch komplizierte, geometrische Strukturen für Mosaiken entworfen. Wie das gelang ist bis heute unbekannt.
Wie kann ein Mensch mathematisch exakte Formen entwerfen ohne die dafür nötigen Berechnungen zu kennen?
Ähnliche Beispiele finden sich auch in der Kunst oder in der Musik wieder.
Manchmal, vielleicht sogar wesentlich öfter als man es sich zugesteht, fragt man sich im täglichem Alltag gerne, wie jemand auf so eine fantastische Idee gekommen ist. Ist es nicht so, dass wir uns bei vielen Entscheidungen auf unserer ‚Bauchgefühl‘ verlassen?

Unbewusstes Wissen um Dinge und Zusammenhänge nennen wir Intuition. Dieses Wissen lässt sich nicht wirklich erklären. Oft ist es einfach da, wenn es gebraucht wird.

Was aber ist denn nun Intuition?

Schon Albert Einstein wusste, dass wir nur etwa 5% unseres geistigen Potenzial nutzen. Denn es ist tatsächlich so, dass unsere Sinnesorgane unser Gehirn in jeder Sekunde mit etwa 20 Millionen Bit an Informationen versorgen. Unser bewusstes Erleben kann davon aber gerade einmal nur ca. 40 Bit (im gleichem Zeitraum) verarbeiten. Man geht davon aus, dass der wirkliche Anteil aller uns umgebenden Information bei etwa 40 Millarden Bit liegt. Auch hier natürlich: pro Sekunde.

Wie wir also unschwer erkennen können, sind wir uns nur einem verschwindend kleinem Teil der aufgenommen Informationen bewusst, nämlich nur diesen 40 Bit. Der Rest verschwindet dann mal einfach so ins Unterbewusstsein. Es gibt Zahlreiche Studien, die eindeutig beweisen, dass intuitiv, also unterbewusst, getroffene Entscheiden häufig effektiver sind als jene, die wir mit unserem Verstand zuvor stundenlang durchgekaut haben.

Machen wir uns das noch einmal deutlich:

Bewusst aufgenomme Information: ca. 5% — unbewusst aufgenomme Information: ca. 95%.

Hinzu kommt, dass wir nur etwa 2% am Tag bewusst bei einer Tätigkeit sind. 98% unser tägliches Tun läuft unbewusst ab.

Sie glauben das nicht? Sind sie schon mal mit einem Freund oder Freundin im Auto unterwegs gewesen und haben sich angeregt unterhalten? Ist es ihnen da nicht auch schon mal passiert, dass sie die Ausfahrt verpasst oder noch gerade so eben erwischt haben? Wer hat eigentlich während ihrer Unterhaltung das Auto gefahren? Genau: Ihr Unterbewusstsein!

So, und jetzt lege ich noch einen drauf!
Glauben Sie nun wirklich noch, dass Sie die Entscheidungen in Ihrem Leben treffen? Nehmen wir einmal an Sie treffen für sich die Entscheidung ab heute ein netter Mensch zu sein, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, anderen Menschen bedingungslos hilfreich zur Seite zu stehen. In Ihrem Unterbewusstsein befindet sich nun aber eine Information, die genau das Gegenteil besagt. Ihr Unterbewusstsein „weiß“, dass es besser ist sich wie Egoist zu verhalten und nur den eigenen Vorteil zu sehen.

Was wird also passieren?

Ihr „guter Mensch“ steht dem „Egoisten“ im Verhältnis 5 zu 95 gegenüber und Sie sind nur 2% des Tages im vollem Gewahrsam. Das bedeutet, ihr Tagesablauf wird zu 98% mit dem 95%igem Wissen Ihres Unterbewusstsein bestimmt. Sie werden es tatsächlich hin und wieder schaffen Ihren „guten Menschen“ zu zeigen aber überwiegend werden Sie sich wie ein „Egoist“ verhalten und das noch nicht einmal bemerken!

An der obigen Auflistung erkennen wir, dass unserem Unterbewusstsein riesige Mengen an Informationen zur Verfügung stehen. Aus diesem Wissenschatz schöpfen wir täglich ohne es zu wissen. Uns muss es nun darum gehen diesen endlosen Schatz an Wissen gezielt zu modifizieren und für unsere Zwecke zu nutzen und einzusetzen.

Medizinskandal Diabetes